My First Fitbit

Nicht immer Friede, Freude, Sonnenschein – Die Herausforderungen der dunklen Jahreszeit

Es ist Herbst und Familien steuern jetzt auf eine gefährliche Zeit zu. Ich weiß es nur zu gut. Wenn die Tage kürzer werden, steigt das Streitpotenzial innerhalb der Familie an. Kleinere und größere Zoffereien erreichen dann im Dezember traditionell ihren Höhepunkt. Kein Wunder also, dass spätestens am 24. Dezember die Suchmaschinen besonders viele Anfragen nach Lösungen für „Streit an Weihnachten“ verzeichnen.

Ein bisschen wehmütig erinnere ich mich an unseren Sommerurlaub. Die Sonne gab unseren Tagesrhythmus vor. Wir und auch die Kinder blieben lange wach und genossen die Abendstunden bei warmen Temperaturen meistens draußen. Erstaunlicherweise waren die lieben Kleinen dann auch morgens schon wieder mit den ersten Sonnenstrahlen wach.

Jetzt müssen wir die Kinder aus den Betten holen, wenn es noch dunkel ist, obwohl wir als Eltern gern selbst noch eine Mütze voll Schlaf nehmen würden. Ich versuchte dann oft zu erklären, dass ich mir die Sache mit dem Schulbeginn um 8:00 Uhr nicht ausgedacht habe und hier quasi nur die Rolle des lebendigen Weckers übernehme. Mit mäßigem Erfolg.

Weniger Frust am Morgen gibt es immerhin, seit wir die Fitbit Ace für die Kinder als Wecker benutzen. Das sanfte Vibrieren am Handgelenk weckt die Kinder quasi als neutraler Dritter. Mein Nachwuchs sieht ein, dass das morgendliche Wecken keine Boshaftigkeit von mir ist, sondern notwendig, damit wir alle einigermaßen pünktlich in der Schule, im Kindergarten und im Büro ankommen.

Ich sauge die letzten schönen Tage im Herbst förmlich auf und wir versuchen, jeden Tag mit schönem Wetter auszunutzen. Mittlerweile dürfte sich herumgesprochen haben, dass Sonnenlicht unsere Vitalität, die Stimmung und das Wohlbefinden beeinflusst. Es setzt Reize für die Ausschüttung bestimmter Hormone und Botenstoffe im Gehirn, allen voran des sogenannten Wohlfühlhormons Serotonin.

So ein gemütlicher, fauler Tag auf dem Sofa ist ja ganz nett. Aber vielleicht kennen das einige Eltern auch, dass sich zu wenig Bewegung am Tag spätesten am Abend rächt. Irgendwie ist dann gerade bei den Kindern noch zu viel Energie übrig, die sich dann leider auch in Streitigkeiten entlädt.

Um das zu verhindern, ist mindestens einmal am Tag bei uns „Kinder auslüften“ angesagt. Es geht mindestens bis zum nächsten Spielplatz und meistens stecke ich noch die Springseile und einen Ball mit ein. Ich merke aber auch, wie mir selbst ein bisschen Bewegung am Nachmittag gut tut – selbst wenn es nur eine halbe Stunde ist.

Was tun an weniger guten Herbsttagen?

Man sagt ja, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsch angezogene Leute. Ich weiß. Aber wir sind leider keine wasserfeste Outdoor-Familie vom Lande. Wir wohnen in der Stadt. Ich bin an verregneten Wochenenden ehrlich gesagt ganz froh, dass es hier genügend Bewegungsalternativen für schlechtes Wetter gibt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen bei meinen Kindern derzeit Sprunghallen mit Trampolinen und Schaumgummi-Grube.

Aber auch mit viel weniger Aufwand bekommen wir selbst bei schlechtem Wetter noch genügend Bewegung hin. Hier wird dann nämlich einfach die Lieblingsmusik aufgedreht und wir tanzen ein bisschen durch die Wohnung. Die Kinder haben natürlich längst herausbekommen, dass man dabei ordentlich Schritte für die Fitbit Ace sammeln kann. Und wer besonders mit den Armen fuchtelt, kann das Ergebnis sogar noch ein wenig aufbessern. Aber bloß nicht weitersagen!

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