My First Fitbit

Wie bewegt sind wir als Familie im Alltag?

Als Mütter sind wir doch eigentlich ständig in Bewegung, oder? Zumindest das Gefühl nach einem langen Tag sagt, dass der Akku verbraucht ist und unbedingt wieder aufgeladen werden muss. Aber Hand aufs Herz – bewegen wir uns wirklich genug im Alltag? Oder beschränkt sich unser tägliches Bewegungspektrum doch eher auf das Jonglieren von Terminen, das Ausbalancieren familiärer Befindlichkeiten und natürlich das Suchen von Gegenständen, die das Kinderzimmer auf seltsame Weise verschluckt haben muss?

Zeit als wichtigster Faktor

Mittlerweile habe ich gelernt, dass ich viel zu wenig Zeit habe, um stets und ständig schnell zu sein. Wie heißt es so schön der alten japanischen Weisheit? „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Ich baue mir in meinen Alltag Momente ein, in denen ich absichtlich langsam bin und mir bewusst mehr Zeit nehme.

Aber das war nicht immer so. Auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten in meinem Zeitmanagement habe immer darauf geschaut, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Komme ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst schnell an mein Ziel, ohne viel laufen zu müssen? Kann ich nicht vielleicht sogar gleich das Auto nehmen? Den Einkauf kann ich so gleich mit erledigen und alles bequem nach Hause transportieren. Und warum eigentlich nur den Einkauf? Die Kinder sammle ich auch gleich noch von der Kita und der Schule ein.

Auto, Fahrrad und sonstige Bequemlichkeitsfallen

Alles, was schnell und bequem geht, macht unseren Alltag leichter. Zu dumm ist nur, dass es mit dieser Einstellung schwer wird, sich ausreichend zu bewegen. Wir bewegen uns fort, aber eigentlich sitzen oder stehen wir. Um diesen Bewegungsmangel wieder auszugleichen, versuchen wir dann noch eine Stunde Fitnessstudio in den ohnehin vollen Terminkalender zu quetschen.

Ich erinnere mich noch gut, dass ich mir im Frühjahr vornahm, möglichst oft mit dem Fahrrad zu fahren. Mein Sohn fährt ohnehin wann immer es geht, mit dem Fahrrad zur Schule. Aber weil ja alles ganz schnell gehen musste, nahm ich meine Mädchen fast immer im Fahrradanhänger mit. Es kam, wie es kommen musste. Nach so manch einer anstrengenden Tour mit Anhänger, Kindern und schwerer Schulmappe war ich ziemlich fertig, während die Kinder noch reichlich Energie übrig hatten. Diese Energiereserven – so bestätigen es mir ach andere Eltern immer wieder – setzen die Kinder vorzugsweise am Abend frei, wenn sie eigentlich langsam zur Ruhe kommen sollen.

Wie kommt der Alltag in Bewegung und mehr Bewegung in den Alltag?

Die japanische Weisheit geht aber noch weiter. Komplett lautet sie nämlich: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“

Tatsächlich habe ich für mich und die Kinder bewusst längere Wege und Umwege in den Alltag eingebaut. Noch ist alles im Werden und es ginge sicher immer noch ein bisschen mehr Bewegung, aber kleine Schritte haben wir schon gemacht.

Wir fahren zum Beispiel weiterhin mit dem Fahrrad zur Schule. Aber wir starten zehn Minuten eher als früher, damit meine Siebenjährige den Weg mit dem eigenen Fahrrad zurücklegen kann. Die Vierjährige sitzt weiterhin im Fahrradanhänger. Doch im Unterschied zu früher laden wir einfach noch ihren Roller oder das Laufrad mit ein.

Wenn die große Schwester in der Schule ist, legt sie den Rest des Weges zum Kindergarten mit dem eigenen Gefährt zurück. Auf ein paar Minuten mehr kommt es schließlich auch nicht mehr an.

Auch kleine Erfolge messen und feiern

Ob wir es tatsächlich schaffen, jede Woche ein bisschen mehr Bewegung in unseren Familienalltag zu bringen, werden wir bald genauer wissen. Ich denke, besonders für die Kinder wird das mit dem Fitbit Ace Fitnesstracker richtig Spaß machen.

Wie ich sie kenne, werden sie ganz schnell herausfinden, dass man die Fitbit Ace Armbänder nicht nur fürs Aktivitätstracking verwenden kann. Einerseits gibt es die Belohnungsfunktion. Wer sein Ziel erreicht, bekommt ein „Extra”, zum Beispiel in Form spezieller Abzeichen. Aber schnell werden sie sicher auch die Herausforderungsfunktion ausprobieren wollen. Damit können sie uns Eltern oder ihre Freunde zu täglichen oder wöchentlichen Challenges herausfordern.

Mir ist jetzt schon klar, dass ich es mit einem Bürojob nicht leicht haben werde. Aber man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben – oder eben mit seinen Kindern, nicht wahr?

 

Autor: Sophie Lüttich

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