My First Fitbit

Wandern mit Kindern: Mit diesen 10 Tipps gar nicht so schwer

So manche Eltern haben sich das vielleicht schon einmal gefragt: Macht Fitbit Ace meine lauffaulen Kinder endlich zu Wanderfreunden? Meine Antwort ist ein klares „Jein“, denn ganz automatisch passiert so etwas nicht. Was man aber einiges tun kann und Fitbit Ace hilft ein bisschen mit.

Wir sind viel auf Reisen, aber meine Kinder haben nicht immer Lust zu laufen. Manchmal denke ich mir, dass ich mit Sätzen wie „Nö, nicht schon wieder wandern!“ bestimmt nicht allein dastehe. Ein ähnliches Phänomen gibt es bei Städtereisen. Einfach nur durch eine Stadt zu laufen, klingt für Kinder erst einmal wenig verlockend. Aber ich habe inzwischen so meine Erfahrungen gemacht, wie Kinder und Eltern Spaß an der Wanderung oder Stadterkundung haben.

Wie plane ich eine Wanderung oder eine Stadterkundung mit Kindern?

Wer einige Touren mit Kindern gemacht hast, bekommt ein Gefühl dafür, wie viele Kilometer sie schaffen und wie lange man als Familie dafür braucht. Aber auch ohne diese Erfahrung kann man zwei Faustregeln nutzen, um einschätzen, welche Wegstrecke man Kindern problemlos zutrauen kann und wie lange man mit Kindern für eine bestimmte Strecke benötigen wird.

Oft kommen Kinder bei der gleichen zurückgelegten Strecke nämlich auf die doppelte Anzahl an Schritten wie Erwachsene. Nicht nur, weil ihre Beine kürzer sind und sie generell mehr Schritte machen müssen, sondern weil Kinder naturgemäß immer Zickzackwege laufen. Geradeaus laufen ist etwas für Langweiler!

Faustregeln für Gehstrecken und Wegzeiten mit Kindern

Bevor du einen Spaziergang mit Kindern oder eine Wanderung als Familie planst, helfen zwei einfache Faustregeln:

1. Um die maximale Streckenlänge einzuschätzen, die dein Kind gut bewältigen kann: das Alter des Kindes mal 1,5 nehmen.
2. Um die ungefähre Gehzeit mit Kindern auszurechnen: die im Reiseführer oder in der Karten-App angegebene Gehzeit mal 2 nehmen.

Und wie bekomme ich die Kinder dazu, diese Wegstrecke auch mit Spaß zu laufen? Zusammenfassend lässt sich sagen: je interessanter die Umgebung, desto weiter wird dein Kind laufen, ohne zu nörgeln. Desto länger könnte es aber auch dauern, weil es schließlich so viel zu entdecken gibt. Hier 10 Tipps zum Wandern mit Kindern, die sich auch für Städtetrips hervorragend eignen.

 

Tipp 1: Rundwege finden

Gibt es bereits empfohlene Rundwanderwege in der Umgebung oder gekennzeichnete Routen durch die Stadt? Super! Die sind nämlich viel besser geeignet, als den Hin- und Rückweg auf der selben Strecke zurücklegen zu müssen. Logisch, denn man sieht auf dem Rückweg nur das, was man vorher schon gesehen hat. Und wenn es nichts Neues zu entdecken gibt, fällt Kindern ganz schnell ein, dass sie schlapp sind, die Füße weh tun und überhaupt alles ganz doof ist.

Einen eigenen Rundweg planst du aber auch ganz schnell selbst mit einer Karte oder einer Karten-App. Einfach die wichtigsten Highlights markieren und sinnvoll zum Rundweg verbinden.

 

Tipp 2: Genügend Pausen einplanen

Mit Kindern läuft man am besten immer in kleinen Häppchen. Wenn du in der Stadt nicht sowieso schon bestimmte Sehenswürdigkeiten als Zwischenstationen eingeplant hast, dann halte nach Spielplätzen oder kleinen grünen Oasen Ausschau. Suche im Internet vorher nach Spielplätzen in der Stadt oder nutze Reiseberichte auf Blogs wie z.B. „Die schönsten Spielplätze in Prag“.

Bist du in der Natur unterwegs, sind kleine Bäche bestens geeignet. Dort können Kinder zum Beispiel eine Staumauer bauen oder Boote aus Naturmaterialien basteln und gegeneinander antreten lassen. Bei kleinen Wasserschlachten bin ich übrigens ganz entspannt, denn die Fitbit Ace, die meine beiden Großen tragen, sind spritzwassergeschützt. Eine kleine unfreiwillige Dusche macht also höchstens dem Träger etwas aus, nicht aber dem Kinderarmband.

 

Tipp 3: Aussichtspunkte einplanen

In die Höhe statt in die Länge planen, lautet hier das Motto. Kirchtürme, Dachterrassen oder Aussichtsplattformen sind eine willkommene Abwechslung, wenn es ansonsten immer nur flach vorangeht. Beim Treppen zählen oder Turm erklimmen auf Zeit merken Kinder oft gar nicht, dass sie ziemlich viel laufen.

Außerdem bietet ein schöner Aussichtspunkt z.B. auf der halben Strecke eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren. Ist der Startpunkt der Tour noch zu sehen? Ist das nicht das Gebäude, das im Reiseführer markiert ist? Sieht das dort hinten nicht wie ein schöner Spielplatz aus?

 

Tipp 4: Aktivitätssensoren und Apps nutzen

Ausgerechnet digitale Helfer können deinem Kind auf die Sprünge helfen, wenn es nicht so gerne läuft. Apps für Routen und Sehenswürdigkeiten bieten inzwischen viele Fremdenverkehrsämter selbst für bestimmte Regionen und Städte kostenlos zum Download an. Oftmals sogar mit Routen speziell für Kinder. Hier gilt es, bestimmte Punkte zu finden und Aufgaben zu lösen. Ganz nebenbei lernt man viel über die Umgebung und legt ein gutes Stück zu Fuß zurück

Wer als Familie die Fitbit Armbänder nutzt, kann natürlich zwischendurch immer mal schauen, wie viele Schritte schon zurückgelegt wurden. Das allein bei uns schon Ansporn genug. Mit einem weiteren Antippen des Gerätes sieht man auch gleich die zurückgelegten Kilometer. Noch spannender aber, als nur die eigenen Schritte zu zählen, sind die kleinen Wettkämpfe, die man mit der Fitbit App ausrufen kann. Das funktioniert in der Elternansicht genauso wie in der Kinderansicht.

Hier gibt es zum Beispiel den Wettkampf „Täglicher Showdown“. Wer bis zum Ende des Tages die meisten Schritte zurückgelegt hat, wird Sieger. Für Wanderungen finde ich aber den Wettkampf „Zieltag“ noch viel spannender und gerade bei Familienmitgliedern mit unterschiedlichem Alter und Fitnesslevel auch viel fairer. Hier wird jeder an seinem persönlich eingestellten Schrittziel gemessen.

Jetzt kommt der Fitbit Tipp für Fortgeschrittene: Ändere in der Fitbit App unter „Aktivität“ das Schrittziel ab, um schon zwischendurch Wettkampfsieger feiern zu können. Aus dem Tagesziel von z.B. 12.000 Schritten wird so das Zwischenziel von 4.000 Schritten. Ist dieses Wettkampfziel erreicht, gibt es für alle Gewinner ein Eis. Und vielleicht gibt es für die, die ihr Zwischenziel sogar übererfüllt haben, noch extra viele Streusel obendrauf? Danach wird einfach über die App ein neues Schrittziel festgelegt oder der Wert wieder auf das übliche Tagesziel geändert.

 

Tipp 5: Mit Geocaching auf Schatzsuche gehen

Unter den digitalen Helferlein ist Geocaching wohl die Königsdisziplin, denn eine Schatzsuche ist bei allen Kindern beliebt. Hierbei muss ein sogenannter Cache (Versteck) mittels GPS-Daten gefunden werden. Geocaches gibt es mittlerweile unzählige und das nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern.

 

Tipp 6: Ausreichend Flüssigkeit und kleine Snacks

Ein kleiner Snack zur richtigen Zeit und ein Schluck zu Trinken wirken manchmal Wunder. Logisch, denn mit leerem Akku läuft es nicht. Ich packe am liebsten kleine, handliche Portionen ein. Obst und Gemüse nehme ich auch gern im ganzen Stück mit und schneide sie mit einem Taschenmesser frisch auf.

Was ich jedoch nicht mache und auch nicht raten kann, ist die Bestechung mit Süßigkeiten, um die Kinder doch noch zu einer bestimmten Wegstrecke zu motivieren. Zu sagen: „Ich gebe dir diese Gummibärchen, aber nur, wenn du jetzt wieder weiterläufst.“, ist nichts anderes als das Durchhalten der schlimmen Sache (Bäh, Bewegung!) mit einer guten Sache (Jaaa, Süßigkeiten!) zu belohnen.

 

Tipp 7: Kleine Spiele, für die man kein Material braucht

Was bei langen Autofahrten hilft, ist auch ein guter Tipp fürs Wandern. Kinder brauchen hin und wieder einfach ein bisschen Abwechslung. Klassische Spiele für unterwegs, für die man nichts weiter benötigt, sind z.B.

• Ich sehe etwas, was du nicht siehst
• Ich packe meinen Koffer
• Wer bin ich? Es dürfen nur Fragen gestellt werden, die man mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann.
• Geschichten erfinden und bestimmte Wörter auf Zuruf mit einbauen

Eine schöne Alternative zu Spielen sind auch kleine Aufgaben zwischendurch. Wer sieht zuerst drei Dinge, die rot sind? Wer sammelt zuerst etwas Rundes, etwas Glattes und etwas ganz Kleines? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Tipp 8: Langsam sein ist das neue „Beeil dich doch mal“

Sofern du mit deinen Kindern nicht an einem Walking-Wettbewerb auf Zeit teilnimmst oder einen bestimmten Zug erwischen musst, gibt es keinen Grund sich zu beeilen. Wenn dein Kind ständig Sätze wie „Nun beeil dich doch mal“ oder „Wir müssen jetzt weiter“ hört, dann wird es schnell die Lust verlieren. Du musst am Ende dann vielleicht sogar von meinem Notfalltipp am Ende des Beitrages Gebrauch machen.

Mache es eher so: Denke einfach ans Tanzen zu guter Musik. Beim Tanzen würdest nicht versuchen, dich möglichst schnell zu bewegen, damit du eher damit fertig wirst, oder? Warum sollte man es also bei Spaziergängen und Wanderungen tun? Genieße lieber diese gemeinsame Zeit als Familie.

 

Tipp 9: Sich mit Absicht auch mal verlaufen

Du kannst dich natürlich an meinen ersten Tipp halten und eine feste Route aussuchen, aber gerade mit Kindern, die schon im Schulalter sind, macht es Spaß, sich einfach mal zu „verlaufen“. Dabei können deine Kinder sogar diejenigen sein, die bestimmen, wohin ihr als nächstes geht. Das funktioniert wunderbar bei Städtereisen.

Einfache Methoden zum schöneren Verlaufen sind:

• Wirf an jeder Kreuzung eine Münze. Bei Kopf biegt ihr nach links ab, bei Zahl rechts.
• Schaut euch an jeder Kreuzung die Straßennamen an. Ihr nehmt immer die Straße, deren Anfangsbuchstabe zuerst im Alphabet kommt.
• Nimm einen Würfel mit, um an jeder Kreuzung (oder auch nur nach jeder Pause) reihum zu würfeln. Die Person mit der höchsten Augenzahl bestimmt, in welche Richtung es weitergeht.
• Ohne Würfel geht es natürlich auch mit „Papier, Schere, Stein“. Wer gewonnen hat, darf bestimmen, wie es weitergeht.

 

Tipp 10: Mein Kind will plötzlich nicht mehr laufen!

Was passiert eigentlich, wenn du brav alle Tipps befolgt hast, aber dein Kind einfach nicht mehr laufen will? Diese Situation habe ich auch schon oft erlebt und mich dann natürlich gefragt, ob das nun ein Fall von „keine Lust“ oder „keine Kraft“ ist. Oder sogar eine Mischung aus beidem?

Ich kann nicht für alle Situationen und für jedes Kind sprechen, aber mir hilft es immer, mir schon vor dem Start darüber Gedanken zu machen und diesen Fall mit einzuplanen. Für weitere Strecken in den Bergen nehme ich für meine Vierjährige noch meine ganz leichte Ergobaby Trage aus Mesh-Gewebe mit.

Ein Kind für eine kurze Strecke in die Trage oder auf die Schultern zu nehmen, ist natürlich etwas anstrengender. Aber Schimpfen oder Drohen (Wenn du jetzt nicht weiterläufst, dann…!) versaut euch vielleicht sogar den ganzen Tag. Ich plädiere daher im Zweifelsfall immer für die Variante, die am wenigsten Nerven und Energie kostet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.